Feuerzangenbowle
Der Wiener Zuckerhut lädt ein zu einer Feuerzangenbowle – einem der stimmungsvollsten Getränke für kalte Winterabende.
Feuerzangenbowle
Zutaten
- 1 unbehandelte Orange
- 1 unbehandelte Zitrone
- 5 Gewürznelken
- 1 Zimtstange
- 1 Wiener Zuckerhut
- 3 Flaschen Rotwein à 0,7 Liter
- ¼ Liter Rum mit mindestens 60 % Alkohol
Zubereitung
Orange und Zitrone unter heißem Wasser gründlich waschen und abtrocknen. Die Schalen der Zitrusfrüchte möglichst dünn und spiralförmig abschälen.
Den Wein in einen Kessel oder einen entsprechend großen Topf geben. Gewürze sowie Orangen- und Zitronenschale hinzufügen.
Die Feuerzange über den Kessel legen, den Wiener Zuckerhut daraufsetzen und mit Rum tränken. Anschließend den Zuckerhut anzünden. Immer wieder vorsichtig etwas Rum darübergeben, damit der schmelzende Zucker nach und nach in den Wein tropft.
Die fertige Feuerzangenbowle in feuerfesten Gläsern servieren.
Vom Zuckerhut zum Würfelzucker
Der Zuckerhut steht am Anfang der Wiener Zuckerkultur. Dieser gepresste Feinkristallzucker besitzt jene traditionelle Form, in der Zucker über Jahrhunderte gehandelt wurde.
Mit der Entstehung des Würfelzuckers ist die Geschichte von Jakob Christoph Rad und seiner Frau Juliane verbunden. Rad war Direktor einer Zuckerfabrik im mährischen Datschitz. Seine Frau soll sich beim Zerkleinern eines Zuckerhuts verletzt und angeregt haben, Zucker in einer für den Haushalt praktischeren Form herzustellen.
Jakob Christoph Rad entwickelte daraufhin eine Möglichkeit, Zucker in kleine Stücke zu pressen. Damit begann die Geschichte des Würfelzuckers.
Der traditionelle Zuckerhut geriet mit der Zeit weitgehend in Vergessenheit. Für die Feuerzangenbowle wurde er später aus nostalgischen Gründen wiederentdeckt und erneut in kleinen Mengen hergestellt.
Krambambuli und die Feuerzangenbowle
Die Feuerzangenbowle gilt als romantisches Getränk der kalten Jahreszeit. Ähnliche Punschgetränke waren bereits vor Jahrhunderten bekannt.
Der Begriff „Krambambuli“ wurde ursprünglich für alkoholische Getränke verwendet und erlangte später auch durch Literatur und Volkskultur Bekanntheit.
Besonders populär wurde die Feuerzangenbowle schließlich durch den gleichnamigen Film. Bis heute gehören Rotwein, Gewürze, Rum und der brennende Zuckerhut zu einem eindrucksvollen winterlichen Ritual.